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Reaktortypen

Das geschieht im Nuklearteil eines Kernkraftwerkes
Der Nuklearteil eines Kernkraftwerkes umfasst den Reaktorkern mit dem Reaktordruckbehälter, die dazugehörigen Pumpen sowie die Druckleitungen, in denen die Energie aus dem Reaktor weggeführt wird.
 
Bei Druckwasserreaktoren reicht der Nuklearteil bis zu den Dampferzeugern, wo die Wärme an den zweiten Wasserkreislauf mit den Turbinen abgegeben wird. Bei Siedewasserreaktoren reicht der Nuklearteil bis zum Übertritt der Dampfleitungen aus dem Reaktorgebäude in das Maschinenhaus mit den Turbinen. Der Dampf, der auf die Turbine gelangt, ist somit radioaktiv. Die Halbwertszeit (Radioaktivität) des radioaktiven Dampfes beträgt allerdings nur wenige Sekunden. Wenn der Reaktor abgestellt wird, ist die radioaktive Strahlung nach wenigen Minuten vollständig abgeklungen.

Druckwasserreaktoren
Druckwasserreaktoren (DWR) wie in den bestehenden Atomkraftwerken Beznau 1 und 2 und Gösgen gehören zur Klasse der Leichtwasserreaktoren (LWR). Bei diesem Reaktortyp steht der Reaktordruck-behälter unter derart grossem Druck (150 bis 160 bar), dass das Wasser des Primär-Kreislaufs trotz einer Temperatur von rund 320° C nicht siedet. Der in sich geschlossener Primär-Kreislauf überträgt die Wärme dann mittels Dampferzeuger an den Sekundär-Kreislauf, wo das Wasser aufgrund des niedrigeren Drucks von nur rund 60 bar verdampft. An diesen Sekundär-Kreislauf ist die Turbine angeschlossen.

Die Trennung von Primär- und Sekundär-Kreislauf verhindert, dass radioaktive Stoffe den Primär-Kreislauf verlassen. Zu guter letzt wird der "turbinierte" Wasserdampf durch Wärmeabgabe an einen dritten Kreislauf, den so genannten Kondensator-Kühlkreislauf, wieder zu Wasser kondensiert.


A Reaktordruckbehälter E Druckhalter J Turbine O Speisewasserpumpe
B Uranbrennelemente F Dampferzeuger K Generator P Vorwärmeanlage
C Steuerstäbe G Kühlmittelpumpe L Erregermaschine Q Betonabschirmung
D Steuerstabantriebe H Frischdampf M Kondensator R Kühlwasserpumpe
  I Speisewasser N Flusswasser  

Wasserkreisläufe
I    Primär-Kreislauf (Reaktorkreislauf)
II   Sekundär-Kreislauf (Turbinenkreislauf)
III  Kondensator-Kühlkreislauf

Siedewasserreaktoren
Auch Siedewasserreaktoren (SWR), wie in den bestehenden Kernkraftwerken Leibstadt und Mühleberg, sind Leichtwasserreaktoren. Der Reaktordruckbehälter, in dem das Wasser bei einer Temperatur von etwa 290 °C zum Sieden kommt, steht unter einem Druck von etwa 70 bar. Der hier entstehende Wasserdampf wird direkt auf die Turbine geleitet. Danach wird der "turbinierte" Dampf auch hier über den Kondensatorkreislauf wieder zu Wasser kondensiert.

Im Maschinenhaus der Siedewasserreaktoren sind besondere Strahlenschutzvorrichtungen installiert, weil die Dampfleitungen, die Turbine, der Kondensator und die Kondensatleitungen des SWR aufgrund des schwach radioaktiven Dampfes Strahlung abgeben. Die Lebensdauer der Radioaktivität des Dampfes beträgt allerdings nur wenige Sekunden. Wenn der Reaktor abgestellt wird, ist die radioaktive Strahlung nach wenigen Minuten vollständig abgeklungen.


A Reaktordruckbehälter E Steuerstabantriebe I Generator N Speisewasserpumpe

B Brennelemente

F Frischdampf J Erregermaschine O Kühlwasserpumpe
C Steuerstäbe G Speisewasser K Kondensator P Betonabschirmung
D Umwälzpumpe H Turbine L Flusswasser

 

 

 

M Vorwärmeanlage

 

 

Zwei Wasserkreisläufe
I    Reaktorkreislauf
II   Kreislauf zum Kühlen der Dampfturbine

Reaktortypen der dritten Generation



 

 

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